Die Nederlandse Spoorwegen (NS) ist die staatliche Eisenbahngesellschaft der Niederlande und betreibt den Großteil des Personenverkehrs auf dem niederländischen Schienennetz.
Zusammenfassung
- NS akzeptiert FIP Freifahrt und FIP 50 Tickets.
- Reservierung ist grundsätzlich nicht erforderlich.
- Zuschlag teilweise für Eurocity Direct (
ECD) und Intercity Direct (ICD) erforderlich. - Zur FIP Freifahrt ist ein Gate-Pass-Coupon für Zugang durch die Schranken an den Stationen erforderlich.
- Mitarbeitende der SNCB / NMBS können einen Unlimited Pass erhalten.
Gültigkeit FIP Tickets
FIP Freifahrtscheine und FIP 50 Tickets sind auf Verbindungen der NS gültig. Bei grenzüberschreitenden Fahrten muss entweder ein durchgängiges FIP 50 Ticket oder FIP Freifahrtscheine beider Länder vorhanden sein.
Mitarbeitende der SNCB / NMBS können einen Unlimited Pass erhalten, mit dem sie das gesamte Jahr die Züge der NS in den Niederlanden nutzen können. 1
Zugkategorien und Reservierungen
Innerhalb der Niederlande ist bei der NS keine Reservierung erforderlich und in vielen Zügen auch nicht möglich. Bei grenzüberschreitenden ICE nach Deutschland ist eine Reservierung möglich und beispielsweise im Sommer 2026 auch verpflichtend (nur bei grenzüberschreitenden Reisen).
Zuschläge müssen teilweise für Eurocity Direct und Intercity Direct Züge gezahlt werden.
Ticket- und Reservierungskauf
Online
Nationale Verbindungen können online leider nicht erworben werden.
Telefon
Vor Ort
Im Zug
FIP 50 Tickets können nicht im Zug gekauft werden. 2
Ermäßigungen
Kinder unter 4 Jahren reisen kostenlos. Kinder zwischen 4 und einschließlich 11 Jahren benötigen ein Railrunner-Ticket für 2,50 €, das für einen ganzen Tag gilt. Alternativ kann für Kinder zwischen 4 und einschließlich 11 Jahren, die in Begleitung eines Erwachsenen reisen, die kostenlose Zeitkarte „Kids Vrij" erworben werden. Dafür wird eine OV-chipkaart benötigt (einmalig 7,50 €). Ab 12 Jahren gilt der reguläre FIP Erwachsenentarif.
Tarifliche Besonderheiten
Anschlüsse
HOTNAT
Wird ein Anschlusszug an den Bahnhöfen Paris, Brüssel, Köln, München, Basel oder Zürich verpasst, kann HOTNAT genutzt werden.
Was ist HOTNAT?
Wenn beim Umstieg zwischen zwei Hochgeschwindigkeitszügen durch Verspätung oder Ausfall der Anschluss verpasst wird, kann auf den nächsten verfügbaren Zug des gleichen Betreibers oder eines anderen Railteam Mitglieds ausgewichen werden. Diese Vereinbarung wird HOTNAT (Hop on the next available train) genannt.
Zur Nutzung von HOTNAT muss am Service Schalter vor Ort die Umbuchung auf den nächsten Zug erfolgen. HOTNAT gilt nur für den Umstieg von Hochgeschwindigkeitszügen von Railteam Mitgliedern (DB, Eurostar, NS, SBB, SNCB, SNCF, ÖBB) und an den Bahnhöfen Paris, Brüssel, Köln, München, Basel und Zürich. Die Inanspruchnahme ist von der Auslastung der Züge abhängig.
AJC
Was ist AJC?
Das Abkommen über die Weiterreise (Agreement on Journey Continuation – AJC) ermöglicht Passagieren im internationalen Zugverkehr die Weiterreise in dem nächsten verfügbaren Zug, falls sie ihren Anschlusszug verpasst haben. Dies erfolgt ohne zusätzliche Kosten. Wichtig ist, dass bei der ursprünglichen Buchung eine ausreichende Umsteigezeit eingeplant wurde.
Wende dich für eine Inanspruchnahme an den Ticketschalter des Bahnhofs, in dem du in den internationalen Zug einsteigen wolltest, den du verpasst hast. AJC gilt bei den folgenden beteiligten Betreibern: BLS, CD, CFL, DB, DSB, Eurostar, GySEV, HZPP, MAV-Start, NS, ÖBB, PKP, Renfe, SJ, SBB, SNCB-NMBS, SNCF, SZ, FS und ZSSK.
Ticket Schranken im Bahnhof
Mit einem FIP-Coupon erhältst du einen NS-Zugangscoupon mit Barcode, um die Bahnhofsschranken zu öffnen.Dies ist kein Ticket, sondern ein Zugangspass, gültig für:
- Bis zu 8 einzelne Tage innerhalb eines Zeitraums von 3 Monaten.
- Pro Tag (von 00:00 bis 23:59):
- Bis zu 6 Ein- oder Ausgänge am selben Bahnhof.
- Insgesamt bis zu 12 Durchgänge pro Tag.
Falls benötigt, kann ein neuer Zugangscoupon am NS-Schalter angefordert werden.
Empfehlungen
Die NS überzeugt durch einen dichten Takt und guten Anschlüssen. Verspätungen und Ausfälle kommen vor, sind jedoch durch die hohe Taktrate oft nicht allzu schlimm. Trotzdem sollte nicht mit zu knappen Anschlüssen geplant werden, da Züge nur selten aufeinander warten. Die 1. Klasse in den NS-Zügen ist oft nicht viel bequemer als die 2. Klasse.
Quellen






